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Schreinerpraktiker/in EBA

Schreinerpraktiker/innen führen in der Werkstatt und auf der Baustelle einfache Schreinerarbeiten aus. Sie verarbeiten Holz und andere Werkstoffe und montieren Bauteile nach Plänen.


Tätigkeiten

Schreinerpraktiker/innen beherrschen die wichtigsten Techniken zur Verarbeitung von Holz und Holzwerkstoffen. In der Schreinerei helfen sie mit, Bauteile anzufertigen. Sie schleifen Holzbauteile, bereiten sie für die Lackierung vor oder montieren Beschläge wie zum Beispiel Türklinken. Sie arbeiten im Team oder erledigen die Arbeiten selbstständig.

Im Gegensatz zu den Schreinern und Schreinerinnen zeichnen Schreinerpraktiker/innen die Pläne nicht selbst. Sie machen aber einfache Skizzen und können die Werkzeichnungen und Montagepläne lesen und umsetzen.

Schreinerpraktiker/innen sind für die Vorbereitung der Montage zuständig. Sie stellen die benötigten Materialien, Werkzeuge und Hilfsmittel bereit und laden sie in die Transportfahrzeuge ein. Auf der Baustelle montieren sie die Bauteile nach den Anweisungen der Vorgesetzten. Dabei beachten sie die geltenden Normen und Umweltvorschriften. Gegenüber ihren Kunden und Kundinnen verhalten sie sich korrekt.

Schreinerpraktiker/innen kennen sich aus mit den Materialien und Hilfsmitteln, die in einer Schreinerei verwendet werden. Die verschiedenen Holzwerkstoffe vearbeiten sie mit Gefühl für das Material. Hilfsmittel wie Klebstoffe und Schleifpapier sowie Lacke oder Wachse wenden sie fachkundig an.

Holz bearbeiten Schreinerpraktiker/innen mit Werkzeugen und Maschinen. Wenn diese nicht korrekt bedient werden, können sie gefährlich sein. Deshalb ist es wichtig, dass Schreinerpraktiker/innen die Vorschriften zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz einhalten. Damit schützen sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Mitarbeitenden.

Quelle: berufsberatung.ch

Ausbildung

  • Grundlage
  • Eidg. Verordnung vom 1.12.2005 mit Änderung vom 15.11.2012

  • Dauer
  • 2 Jahre

  • Schwerpunkte
    • Schreinerei
    • Fensterbau
  • Bildung in beruflicher Praxis
  • In einem Schreinereibetrieb oder in einer Lehrwerkstätte (Basel, Bern oder Samedan, jeweils nur Schwerpunkt Schreinerei)

  • Schulische Bildung
  • 1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule

  • Berufsbezogene Fächer
  • Fertigungstechnik (Arbeitssicherheit, Betriebsmittel, Montage / Lieferungen), Materialkunde (Materialien, Umweltschutz / Ökologie), Planung (Fachzeichnen, Berechnungen, Administration)

  • Überbetriebliche Kurse
  • Praktisches Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen

  • Abschluss
  • Eidg. Berufsattest "Schreinerpraktiker/in EBA"

Voraussetzungen

  • Vorbildung
  • Anforderungen
    • handwerkliches Geschick
    • Sorgfalt, Genauigkeit
    • gute Gesundheit (keine Überempfindlichkeit gegen Staub und Chemikalien)

Weiterbildung

  • Kurse
  • Angebote des Verbandes Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten VSSM

  • Schreiner/in EFZ
  • Schreinerpraktiker/innen EBA können eine verkürzte Grundbildung als Schreiner/in EFZ mit eidg. Fähigkeitszeugnis machen (Einstieg ins 2. Grund­bildungsjahr).

    Danach sind die gleichen Weiterbildungen möglich wie für Schreiner/innen EFZ.

Berufsverhältnisse

Schreinerpraktiker/innen EBA arbeiten in Schreinereien und anderen holzverarbeitenden Betrieben, vor allem in mittleren und grösseren Betrieben, in denen viele sich wiederholende Arbeiten anfallen. Seltener ist die Tätigkeit in Kleinbetrieben, die primär individuelle Aufträge ausführen.

Zuverlässige Schreinerpraktiker/innen EBA sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt.


Verwandte Berufe

Holzbearbeiter/in EBA