Lehrberufe > Polydesigner/in 3D EFZ

Polydesigner/in 3D EFZ

Polydesigner/innen 3D sind Fachleute für dreidimensionale Gestaltung. Sie entwickeln nach Kundenwünschen Gestaltungsideen für Verkaufs- und Veranstaltungsräume, Ausstellungen und Messen, planen das Projekt und setzen es um.


Tätigkeiten

Polydesigner/innen 3D sorgen mit ihrem Können dafür, dass Produkte und Dienstleistungen möglichst vorteilhaft erscheinen. Mit verschiedenen Gestaltungstechniken und einem sicheren Gefühl für Formen und Farben gestalten sie Schaufenster, Verkaufs- und Veranstaltungsräume, Messestände und Fassaden. In ihrer kreativen Arbeit müssen sie räumliche, technische, ökonomische und ökologische Vorgaben berücksichtigen.

Im Beruf werden die drei Schwerpunkte Kreation, Realisation und Styling unterschieden: Polydesigner/innen 3D mit Schwerpunkt Kreation befassen sich vorwiegend mit der Entwicklung von Ideen und Konzepten. Mit Hilfe von Gestaltungssoftware visualisieren sie ihre Ideen und erstellen Pläne. Mit kommunikativem Geschick präsentieren sie ihren Auftraggebenden die Konzeptidee, gehen auf Änderungswünsche ein und setzen sie um. Sie erstellen Skizzen, Pläne, Fotomontagen, Modelle, Prototypen und die für die Produktion benötigten digitalen Daten.

Das Anfertigen von Plänen und Visualisierungen am Computer gehört auch zu den Aufgaben von Polydesigner/innen 3D mit Schwerpunkt Realisation. Die handwerklichen Arbeiten stehen in ihrem Beruf jedoch im Vordergrund. Beim Bau von Gestaltungselementen verarbeiten sie Werkstoffe wie Textilien, Holz und Kunststoffe etc. und setzen dazu verschiedene Werkzeuge ein. Sie planen die Arbeitsabläufe, beschaffen die benötigten Materialien und erstellen bei Bedarf Prototypen. Auch die Montage, Demontage und umweltgerechte Weiterverwendung von Gestaltungselementen gehören zu ihrem Aufgabenbereich.

Polydesigner/innen 3D mit Schwerpunkt Styling sind vor allem in Waren- und Modehäusern tätig. Dort sind sie für die visuelle Verkaufsförderung zuständig. Mit einem Gespür für Trends, Stilsicherheit und ausgeprägter Kundenorientierung inszenieren und präsentieren sie Produkte und Dienstleistungen. Dabei berücksichtigen sie die Vorgaben bestimmter Marken oder der eigenen Marketingabteilung. Berufsleute dieses Schwerpunkts sind selten auch in Museen tätig, wo sie Exponate mediengerecht inszenieren.

Quelle: berufsberatung.ch

Ausbildung

  • Grundlage
  • Eidg. Verordnung vom 13.8.2009

  • Dauer
  • 4 Jahre

  • Schwerpunkte
    • Kreation
    • Realisation
    • Styling

  • Bildung in beruflicher Praxis
  • In 3D-Agenturen, Ateliers, Warenhäusern, Fachgeschäften oder Messebaufirmen

  • Schulische Bildung
  • 1½ Tage pro Woche an der Berufsfachschule

  • Berufsbezogene Fächer
  • Gestaltung und Planung, Realisation und Abschluss; Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Brandschutz

  • Überbetriebliche Kurse
  • Zu verschiedenen Themen

  • Berufsmaturität
  • Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

  • Schulische Vollzeitausbildung
  • Neben der dualen Grundbildung gibt es eine 4-jährige schulische Ausbildung (inkl. Praktikum) an der GDK Gestaltungsschule Zürich sowie an den Berufsfachschulen in Vevey und Lugano.

  • Abschluss
  • Eidg. Fähigkeitszeugnis ­"Polydesigner/in 3D EFZ"

Voraussetzungen

  • Vorbildung
    • abgeschlossene Volksschule
    • gute Leistungen im Zeichnen
    • gute Leistungen in Deutsch
  • Anforderungen
    • handwerkliches Geschick
    • Zeichen- und Gestaltungstalent
    • überdurchschnittliches räumliches Vorstellungsvermögen
    • gute schriftliche Ausdrucksfähigkeit
    • Sinn für Farben und Formen
    • Kreativität, Fantasie, Improvisationstalent
    • Freude an Teamarbeit
    • Trendbewusstsein

Weiterbildung

  • Kurse
  • Angebote von Schulen für Gestaltung, der Swiss Association Polydesign 3D sowie von spezialisierten Schulen in Deutschland

  • Berufsprüfung (BP)
  • z. B. Farbdesigner/in mit eidg. Fachausweis oder Gestalter/in im Handwerk mit eidg. Fachausweis

  • Höhere Fachprüfung (HFP)
  • z. B. Dipl. Marketingleiter/in

  • Höhere Fachschule
  • z. B. dipl. Gestalter/in HF Kommunikationsdesign mit Vertiefung Visual Merchandising Design oder dipl. Techniker/in HF Bauplanung mit Vertiefung Farbgestaltung

  • Fachhochschule
  • Studiengänge in verwandten Fachrichtungen, z. B. Bachelor of Arts (FH) in Innenarchitektur,Visueller Kommunikation oderProdukt- und Industriedesign

Berufsverhältnisse

Anstellungsmöglichkeiten bieten Gestaltungsagenturen, Ateliers, Warenhäuser, Fachgeschäfte und Unternehmen der Messebau-Branche. Die Arbeitszeiten entsprechen meistens den Ladenöffnungszeiten. Je nach Arbeitsort müssen Abend- und Wochenendeinsätze geleistet werden, z.B. im Messebau. Nicht selten müssen wegen Termindruck unregelmässige Arbeitszeiten in Kauf genommen werden. Die Nachfrage nach Lehrstellen übersteigt das Angebot bei weitem. Bei der Lehrstellensuche ist ein entsprechendes Engagement erforderlich.


Verwandte Berufe

Innendekorateur/in

Gestalter/in Werbetechnik EFZ

Theatermaler/in EFZ