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Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ

Industrie- und Unterlagsbodenbauer/innen EFZ bauen und unterhalten Unterlagsböden und fugenlose Bodenbeläge für Hallen, Fabriken, Werkstätten oder öffentliche Bauten.


Tätigkeiten

Böden in Fabriken, Werkstätten, Lager- und Parkhäusern, Sporthallen oder öffentlichen Bauten müssen besonderen Belastungen standhalten. Verlegt werden diese fugenlosen Bodenbeläge von Industrie- und Unterlagsbodenbauer/innen. Sie sind auch für Reparaturen und Sanierungen in Altbauten zuständig.

Für die Herstellung von Bodenbelägen verwenden Industrie- und Unterlagsbodenbauer/innen Materialien wie Hartbeton, Kunstharz, Gummigranulat oder Steinholz. Sie berechnen die benötigten Mengen, bereiten den Untergrund vor und verlegen das Dämmmaterial. In einer Mischmaschine stellen sie die Materialmischungen für die Beläge her. Die Mischungen bringen sie mit Abziehlatten oder Maschinen auf die gewünschte Höhe. Mit Maschinen oder Kellen glätten sie die Fläche. Bei Bedarf schleifen oder polieren sie die Oberfläche und bringen Fugenschnitte an.

Das zweite Arbeitsgebiet von Industrie- und Unterlagsbodenbauer/innen ist der Bau von Unterlagsböden für alle Arten von Gebäuden. Der Unterlagsboden bildet die Tragschicht zwischen einem rohen Betonboden und dem späteren Bodenbelag, zum Beispiel aus Parkett, Keramik, Kunststoff oder Teppich. Je nach Verwendungszweck eines Gebäudes erfüllt er zusätzliche Funktionen wie Schall-, Feuchtigkeits- oder Wärmedämmung.

Bei ihrer Arbeit setzen Industrie- und Unterlagsbodenbauer/innen moderne Geräte und Maschinen ein. Dennoch erfolgen viele Arbeitsschritte in Handarbeit und in gebückter oder kniender Haltung, was eine gute körperliche Verfassung erfordert.

Industrie- und Unterlagsbodenbauer/innen arbeiten fast immer in Teams. Sie kennen die Gefahren auf der Baustelle und schützen sich und ihre Mitarbeitenden, indem sie die Sicherheitsvorschriften beachten, Massnahmen zur Unfallverhütung treffen und die persönliche Schutzausrüstung tragen.

Um die Umwelt nicht zu gefährden, achten sie auf die Einhaltung der Umweltschutzbestimmungen. Verbrauchte Baumaterialien, Schmierstoffe, Reinigungsmittel usw. entsorgen sie gemäss den betrieblichen Vorschriften.

Quelle: berufsberatung.ch

Ausbildung

  • Grundlage
  • Eidg. Verordnung vom 1.11.2013

  • Dauer
  • 3 Jahre

  • Bildung in beruflicher Praxis
  • In einem Unternehmen des Industrie- oder Unterlagsbodenbaus

  • Schulische Bildung
  • Blockkurse an der Berufsfachschule Verkehrswegbauer in Sursee: durchschnittlich 9 Wochen pro Jahr, davon rund 2 Wochen pro Jahr Schwerpunktausbildung "Industrie- und Unterlagsbodenbau"

  • Berufsbezogene Fächer
    • Organisieren der Arbeiten und Gewährleisten von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz sowie Umweltschutz
    • Ausführen allgemeiner Arbeiten im Verkehrswegbau
    • Ausführen von Arbeiten an schwimmenden Estrichen und Industrieböden

  • Überbetriebliche Kurse
  • Praktisches Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen

  • Berufsmaturität
  • Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

  • Abschluss
  • Eidg. Fähigkeitszeugnis "Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ"

Voraussetzungen

  • Vorbildung
    • Abgeschlossene Volksschule
  • Anforderungen
    • handwerkliches Geschick
    • Zuverlässigkeit und Ausdauer
    • Teamfähigkeit
    • Körperkraft

Weiterbildung

  • Kurse
  • Angebote von Berufs- und Fachschulen, des Campus Sursee Bildungszentrum Bau des Schweiz. Baumeisterverbands sowie des Verbands PAVIDENSA

  • Verkürzte Grundbildung
  • Gleisbauer/in, Grundbauer/in, Pflästerer/Pflästerin, Strassenbauer/in

  • Berufsprüfung (BP)
  • Industrie- und Unterlagsbodenbau-Polier/in mit eidg. Fachausweis

  • Höhere Fachprüfung (HFP)
  • Dipl. Bauleiter/in Tiefbau, Baumeister/in

  • Höhere Fachschule
  • Dipl. Techniker/in HF Bauführung, Dipl. Techniker/in HF Bauplanung

  • Fachhochschule
  • Bachelor of Science (FH) in Bauingenieurwesen

Berufsverhältnisse

Industrie- und Unterlagsbodenbauer/innen arbeiten in Unternehmen, die im Bodenbau tätig sind. Sie beginnen ihre Arbeit frühmorgens, den Arbeitsort wechseln sie häufig. Industrie- und Unterlagsbodenbauer/innen haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen. Das Lehrstellenangebot ist im Vergleich zu den anderen Grundbildungen im Verkehrswegbau eher klein.


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