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Kaufmann/-frau EFZ Privatversicherung

Kaufleute Privatversicherung arbeiten in Hauptsitzen, Regionaldirektionen und Agenturen von Versicherungsgesellschaften. Sie stehen in Kontakt mit internen Stellen sowie der Kundschaft, für die sie Versicherungsdienstleistungen ausführen.

Erfolgsgeschichten

Die Mobiliar, Generalagentur Vaduz

Tätigkeiten

Kaufleute Privatversicherung prüfen Haftungs- und Deckungsfragen im Zusammenhang mit Motorfahrzeug-, Sach-, Haftpflicht- oder Personenversicherungen. Im Kontakt mit der Kundschaft bearbeiten sie die Schadensfälle. Im Interesse der Betroffenen soll dies möglichst rasch geschehen, was oft viel Fingerspitzengefühl und gute Kommunikationsfähigkeiten er­fordert.

In der Betriebsabteilung kontrollieren Kaufleute Privatversicherung Anträge, beurteilen Risiken, stellen Policen aus und berechnen Prämien. Um rechtliche und finanzielle Fragen abzuklären, arbeiten sie oft mit Spezialistinnen aus anderen Fachgebieten zu­sammen.

Bei komplexen Schadensfällen stehen Kaufleute Privatversicherung in engem Kontakt mit den Versicherungsfachleuten im Innen- und Aussendienst. Sie kennen dieGesetze, Versicherungsformen sowie Prämientarife undden Umgang mit vertraulichen Informationen und Datenschutzbestimmungen.

In der Generaldirektion oder am Regionalsitz arbeiten Kaufleute Privatversicherung auch in den Abteilungen Finanz- und Rechnungswesen oder im Personalmanagement. Sie unterstützen die Vorgesetzten im Marketing sowie bei der Präsentation der Produkte und Dienstleistungen in der Öffentlichkeit. Zudem können sie als selbstständige Spezialisten bei Versicherungsmaklern tätig sein und ihrer Kundschaft helfen, die für sie geeigneten Versicherungen zu finden.

Kaufleute Privatversicherung schreiben Protokolle und organisieren Veranstaltungen sowie Geschäftsreisen. Die meistenAufgaben werdenam Computer erledigt, weshalb sie den Umgang mit diversen branchenüblichen Softwareprogrammen beherrschen sollten.

Quelle: berufsberatung.ch

Ausbildung

  • Grundlage
  • Eidg. Verordnung vom 26.9.2011

  • Dauer
  • 3 Jahre

  • Profile
  • 1. B-Profil; 2. E-Profil; 3. E-Profil mit Berufsmaturität (Wechsel zwischen 1./2. bzw. 2./3. möglich)

  • Bildung in beruflicher Praxis
  • In Versicherungsgesellschaf­tenbzw.Maklerunternehmen

  • Schulische Bildung
  • 1./2. Jahr: 2 Tage pro Woche an der Berufsfachschule; 3. Jahr: 1 Tag pro Woche bzw. 2 Tage (Berufsmaturität)

  • Berufsbezogene Fächer
    • (B-Profil): Deutsch, 1 Fremdsprache, Wirtschaft/Gesellschaft, Information/Kommunikation/Administration (Schwerpunkt)
    • (E-Profile): Deutsch, 2 Fremdsprachen, Information/Kommunikation/Administration, Wirtschaft/Gesellschaft (Schwer­punkt)
  • Überbetriebliche Kurse
  • Praktisches Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen

  • Berufsmaturität
  • Im B- u. E-Profil möglich, wenn erweiterte Kenntnisse in Französisch bzw. inWirtschaft/Gesellschaft vorhanden sind

  • Abschluss
  • Eidg. Fähigkeitszeugnis „Kaufmann/-frau EFZ“

Voraussetzungen

  • Vorbildung
    • abgeschlossene Volksschule
    • der Besuch der Berufsmaturitätsschule ist nur mit bestandener
      BMS-Aufnahmeprüfung möglich
    • Tastaturschreiben (Fertigkeit muss vor Lehrbeginn erworben werden)
  • Anforderungen
    • Interesse an kaufmännischen Arbeiten
    • mündliche und schriftliche Sprachgewandtheit
    • Fremdsprachenkenntnisse
    • gute Auffassungsgabe
    • Zuverlässigkeit
    • Kontaktfreude
    • Organisationstalent
    • Flair für Zahlen
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Freude an Computerarbeit
    • Selbstständigkeit

Weiterbildung

  • Kurse
  • Angebote von Berufsfachschulen, Weiterbildungszentren sowie Berufs- und Branchen­verbänden

  • Berufsprüfung (BP)
  • Mit eidg. Fachausweis: Versicherungsfachmann/-frau, Krankenversicherungs-Fachmann/-frau, Sozialversicherungs-Fachmann/-frau usw.

  • Höhere Fachprüfung (HFP)
  • Dipl. Pensionsversicherungsexperte/-expertin, dipl. Pensionskassenleiter/in, dipl. Sozialversicherungs-Experte/-expertin, ­dipl. Krankenversicherungs-Experte/-Expertin usw.

  • Höhere Fachschule
  • Dipl. Versicherungswirtschafter/in HF, dipl. Bankwirtschafter/in HF, dipl. Betriebswirtschafter/in HF, dipl. Wirtschaftsinformatiker/in HF usw.

  • Fachhochschule
  • Bachelor of Science (FH) in Betriebsökonomie, Bachelor of Science (FH) in Wirtschaftsinformatik usw.

Berufsverhältnisse

Für Kaufleute Privatversicherung, die in grossen Versicherungsunternehmen mit Niederlassungen im In- und Ausland arbeiten, bestehen gute Chancen, nach der Grundbildung einen Aufenthalt in einem anderen Sprachgebiet zu absolvieren zu können. Mit entsprechender Weiterbildung können sie auch als Schadeninspektor/in, als Mitarbeiter/in im Aussendienst, Produktmanager/in, Generalagent/in oder als Anlageberater/in arbeiten.


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